Puls Festival 2019

Und wieder war es mal soweit. Das Puls Festival öffnete am 30.11 wieder seine Pforten. Zum dritten oder vierten Mal hat es mich hierher getrieben. Allerdings mit langem Vorlauf. Zum einen muss man die Karten lange vorher kaufen. Und dann muss man sich in meinem Alter auch erst mal aufraffen hinzugehen und durchzuhalten bis 2 oder so. Blöd war nur, dass ich alleine hin musste. Für Claudia ging es sich heute Abend nicht aus.

Aber es hat sich gelohnt. Ich schreibe das, während ich das Festival nochmal auf den Ohren habe. Puls recycelt das gerade intensiv. Und das ist gut so. Dieses Mal waren einige Acts dabei, die ich zumindest vom Namen her schon kannte.

Lineup:

BOMBAY BICYCLE CLUB — ALICE PHOEBE LOU
ROBERTO BIANCO & DIE ABBRUNZATI BOYS
LISA MORGENSTERN & DAS MÜNCHNER
RUNDFUNKORCHESTER
 — YELLOW DAYS
INTERNATIONAL MUSIC — MAJAN
ELECTRIC GUEST — ANGELA AUX — SEDA
PAULS JETS — ENDLICH RUDERN — UMME BLOCK

Und von den FETTEN habe ich auch schon einiges gehört. Neugierig war ich auf Lisa Morgenstern. Einfach deswegen, weil mit ihr das BR Rundfunkorchester zur Seite stand (davon berichtet die SZ in ihrer Ausgabe vom 2.12 auch ausgesprochen positiv).

Botschaft auf dem Klo von Angela Aux
Lisa Morgenstern

Hören wollte ich dann noch Pauls Jets, die sich aber leider mit Alice Phoebe Lou überschnitten. Letztlich blieb ich fast die ganze Zeit im Studio 1 und lauschte Lisa Morgenstern, Electric Guest, Alice Phoebe Lou und Bombay Bicycle Club.

Electric Guest

Pauls Jets kommen sicher wieder nach München. Und Angela Aux kommt aus München. Die bekomme ich schon noch zu Gesicht.

Alice Phoebe Lou

Seda hörte ich das erste Mal auf der Langen Nacht der Musik diesen Sommer. Auch eine sehr hörenswerte Musikerin mit beeindruckender Stimme.

Stimme war auch ein passendes Stichwort für die ersten drei Genannten. Die Frauen Lisa und Alice waren sehr gut ausgebildet. Der Sänger von Electric Guest sang zum großen Teil mit der Kopfstimme und das mit viel Gewicht und Farbe. Toll. Alle drei lieferten mit intensive, mitreißende Shows. Auch, wenn die 3 Acts von Character unterschiedlicher nicht hätten sein können. Lisa mit viel Schmerz, viel Moll, komplexen Arrangements und Begeisterung für die Mitmusiker des Orchesters. Alice, eine sehr kleine, unscheinbare Person mit unglaublicher Energie und emotionaler Offenheit. Und die Kalifornier? Surf-Sound? Keine Anhnung. Sehr schöne Pop-Musik, mit exaltiertem Frontmann im Falsett, der Dollars, Rosen und T-Shirts verteilt.

Bombay Bicycle Club

BBC macht auch gute Posmusik. Die Bühnenshow fiel für mich aber deutlich gegenüber den anderen Acts ab. Aber egal.

Ich habe an diesem Abend insgesamt gesehen sicher was verpasst. Es war mehr, das ich nicht sehen konnte. Vielleicht mache ich es nächstes Jahr so, wie die Puls-Redaktion schrieb. Am besten in Erlangen und München dabei sein. Dann bekommt man (fast) alles auf die Ohren. Ist eine Überlegung wert.

Im Übrigen war es eh ein besonderer Tag. Am Nachmittag war ich mit Claudia im Tantris. Das vierte Mal in unserem Leben. Und wahrscheinlich das letzte Mal. Hans Haas hört nächstes Jahr auf.

Claudia vor dem Tantris
Im Tantris. Alles Rot und 70er

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.